Tagesskifahrt in den Tiefschnee von St. Moritz

Spring Roadtrip auf der Suche nach Sonne und Schnee

Der April, Der April, der macht was er will. Wie wahr diese Bauernweisheit sein kann, bekamen Markus Frosch und Martin Hesse letztes Frühjahr zu spüren. Anstelle einer geplanten Tauerntraverse  ließen sie sich von Wetter- und Schneebedingungen in vier Tagen durch drei Offpiste-Eldorados der  Ostalpen leiten. Am Ende fanden sie, wonach Freerider tagein tagaus auf der Suche sind: Deep Snow, Blue-Sky, Sonnenschein.

Cliffjumps gehoeren zu jeder Skitagesfahrt

Samstag früh 6h. Markus und ich treffen uns am Pendlerparkplatz von Holzkirchen. Die gesamte Gletscherausrüstung ist im Auto. Auf dem Programm stehen vier Tage in den hohen Tauern. Zu unserem Leidwesen hat sich die Wettervorhersage in den letzten Tagen immer weiter verschlechtert. Inzwischen werden am Alpenhauptkamm sogar Orkanböen mit über 100 Stundenkilometern gemeldet. Da keine am heutigen Tage erreichbare Destination in den Alpen uns eine entscheidend bessere Prognose in Aussicht stellen kann, entschließen wir uns, in die Gletscherwelt Weisssee hinauf zu fahren, um uns vor Ort ein Bild von der Situation zu machen.

Tiefschneeschwung auf Skitagesfahrt

Vor der charmanten Gondelbahn warten zwei ältere Damen auf Mitfahrer. Wegen des Sturmes schicken die Liftboys nur vollbesetzte Gondeln auf die Reise. Zu groß der Respekt, dass bei weniger Gewicht das Seil aus der Führung herausspringen könnte. 30 Minuten später erreichen wir leicht durchgeschüttelt aber dafür sicher die Rudolfshütte. Gut zehn Jahre ist es her, dass ich zuletzt hier oben war. Aus der Alpenvereinshütte ist inzwischen ein veritables Berghotel geworden; Schwimmbad, Sauna und Kletterhalle inklusive.

Als wir aus dem Schutze des Zugangstunnels heraus treten, peitscht uns bereits der Wind entgegen. Der Übergang zur Oberwalder Hütte wäre bei diesen Bedingungen alles andere als vernünftig. Schnell verwerfen wir diese Idee, lassen einen Teil unseres Gepäcks in der Rudolfshütte und machen uns auf den Weg zur Granatspitze. Natürlich ist es nicht die Tour, die wir uns vorgestellt hatten, aber jetzt geht es darum, das Beste aus dem angebrochenen Tag zu machen.  Vorbei am Weißsee arbeiten wir uns Meter für Meter den Berg hinauf. Der Schnee ist stark verblasen, aber dennoch besser als erwartet. Immer wieder winkt uns der Gipfel der Granatspitze durch Wolkenlöcher hindurch entgegen. Mit Freeride-Ski am Fuß gehören wir sicher nicht zu den Speed-Begehern. Dafür nutzen wir das gemächliche Tempo, um uns beim Herauflaufen bereits die beste Abfahrts-Line heraus zu suchen.

Nach zwei Stunden Aufstieg erreichen wir den Gipfelaufbau.  Der Stubacher Schönblick als Nachbargipfel der Granatspitze macht heute seinem Namen ganz und gar keine Ehre. Das Pfeifen des Sturmes wird immer stärker. Längst sind wir dazu übergegangen, nur noch per Zeichensprache miteinander zu kommunizieren. Wenig verwunderlich, dass wir die Letzten am Berg sind. Entschlossen steigen wir in den finalen Steilhang ein. Was bei Normalbedingungen keinerlei nennenswerte Hindernisse darstellt, wirkt bei diesem Sturm plötzlich wild und bedrohlich. Oberhalb eines Felsriegels richten wir den Blick nach Oben Gipfel. Weniger als einhundert Höhenmeter trennen uns noch vom Gipfelkreuz. Immer wieder zwingen uns die Böen, uns vom Wind weg zu drehen. Es ist zu gefährlich. Wir drehen um. Im Sturm ziehen wir Felle runter und machen uns fertig für die Abfahrt.

Die 800 Höhenmeter hinunter zum Weißsee sind fluffiger als erwartet. Zwar ist es kein Wetter für Long Turns, dafür finden wir in den Mulden immer wieder Triebschneeansammlungen, die das Gefühl von Powder aufkommen lassen.  Erst als wir über den eingeschneiten See waten, kommt die Rudolfshütte wieder in Sicht. Den abschliessenden Gegenanstieg bewältigen wir im Sprint, schließlich wartet nun der angenehme Teil des Tages auf uns.

Nach einem schnellen Bier an der Bar lassen wir uns in die Fluten des Pooles gleiten. Herrlich die müden Knochen im warmen Wasser regenerieren zu lassen. Das große Fenster mit Blick in die Gebirgswelt mag ja noch recht normal erscheinen; dass man aber auch direkt aus der Sauna einen Panoramablick par Excellence genießen kann, hat inmitten der der rauen hochalpinen Bergwelt der hohen Tauern schon etwas Imposantes.

Die Wettersituation am nächsten Morgen ist unverändert. Um uns ein Wenig zu bewegen, machen wir uns auf den Weg zum Stubacher Schönblick. Doch auch heute denkt der Sturm gar nicht erst daran, nachzulassen. Im Gegenteil. Die peitschenden Böen zwingen uns schon auf halber Höhe zum Umdrehen. Doch was nun? Fast durch den gesamten Alpenraum zieht in den nächsten 30 Stunden eine Schlechtwetterfront mit jeder Menge Niederschlag. Nur der Passo Tonale scheint sich laut Wetterradar gegen dieses Tief wehren zu können. Die Entscheidung steht. Lieber vier Stunden Autofahrt als zwei weitere Tage hier oben im Kampf gegen die Elemente. Über die mautfreie alte Gerlospassstraße und den Brenner steuern wir Richtung Bella Italia.

Auch wenn mir gut informierte Freeride Urgesteine schon des Öfteren von den unzähligen Möglichkeiten rund um den Passo Tonale vorgeschwärmt hatten, so hatte die abgelegene Gegend zwischen Alpenhauptkamm und Ortler bis dato noch nie auf meiner Route gelegen. Umso neugieriger blicke ich aus dem Fenster, als sich unser Auto die letzten Serpentinen zur Passhöhe hinauf schraubt. Selbst als Skiromantiker kann ich diesem Ort, der mich sogleich an architektonische Schönheiten wie Les 2 Alpes erinnert, nicht abgewinnen. Doch ähnlich wie in manch einer französischen Skistation hellt sich meine Laune von einer auf die andere Sekunde auf, als ich die Couloirs auf der Presena Seite erblicke. Diese müsste man mit der Gondelbahn relativ einfach erreichen können. Morgen werden wir es wissen.

11 Kilometer sollen wir laut Navi die Passstrasse auf der anderen Seite wieder hinunter fahren nach Ponte di Legno. Während der Hauptsaison kann man diese Strecke mit einer Gondel überwinden. Mitte April scheint sich der Betrieb für die letzten Skifanatiker nicht mehr zu lohnen. Ponte di Legno auf 1300 Metern strotzt nur so von italienischem Charm. Keine Spur mehr von französischer Funktionalität. Vielmehr fühle ich mich an das Flair der spanischen Pyrenäen erinnert. Auch im Hotel merken wir sofort, dass wir in Italien sind. Ein Grappa zur Begrüßung, dann bringen wir erstmal unsere Sachen aufs Zimmer. 58€ für zwei Personen inklusive eines hervorragenden 3 Gänge Menüs finden wir wirklich „outstanding“.

Pünktlich um 8:30h stehen wir an der Presena Gondel. Noch ist die Auffahrt gesperrt, zu viel Neuschnee hat Pedrus  in den letzten Tagen abgeworfen. Eine Dreiercrew hat den langen Weg aus dem Baskenland auf sich genommen, um ebenfalls dieses Freeride Eldorado zu erkunden. Nach zwei Tagen untätigem Rumsitzen sind sie ähnlich heiß wie wir auf die ersten Turns. Dann ist es soweit. Die Kette wird geöffnet und mit der ersten Kabine des Tages dürfen wir hinauf.

Gemeinsam mit den Basken blicken wir an der Bergstation auf 3.016m über der Wasseroberfläche in das rückwärtige Backcountry. Der Monte Adamello, der sowohl dem Skigebiet am Tonale Pass als auch der gesamten Gebirgszug seinen Namen verleiht, versteckt sich in den Wolken. Mit 3.539 Metern ist er der unumworbene König im westlichen Trentino. Nutzt man die Gondel, um den in eine prächtige Winterlandschaft eingebetteten Lago Mandrone zu erreichen, werden die anschließenden  1.100 Höhenmeter Aufstieg mit insgesamt 2.800 Höhenmetern purem Offpiste-Vergnügen belohnt. Gletscherausrüstung und Erfahrung in spaltigem Gelände sind bei dieser Unternehmung in jedem Fall ein Muss.

Bei den heutigen Wetterverhältnissen kommt diese Tour nicht in Frage. Stattdessen stechen wir rechts und links der Pisten in den frischen Powder. Aus der Gondel inspizieren wir die unterschiedlichen Möglichkeiten in diesem langgezogenen Hochkessel. Couloirs und steile Flanken in drei unterschiedlichen Expositionen. Himmlisch. Nach drei Abfahrten entschließen wir uns für eine Flanke in Nordost Exposition. Schnell sind die Felle an den Ski und wir stapfen los. Außer uns ist nur noch eine Gruppe der Trentiner Bergrettung auf Ausbildungsmission unterwegs.

Schritt für Schritt setze ich einen Fuß vor den anderen. Offenbar ist auch die Adamello-Gruppe nicht von dem Sturm der letzten Tage verschont geblieben. Blankgefegtes Eis folgt auf tief eingeblasene Mulden. Je weiter wir in die Lee-Seite vordringen, desto tiefer wird der Schnee. Als ein unüberhörbares Wumm-Geräusch die winterliche Stille durchbricht, schauen wir uns kurz in die Augen. Zeit für ein Schneeprofil. Wie richtig diese Entscheidung war, zeigt uns der Rutschblock. Die oberen 30cm rutschen ohne jeglichen Halt ab und auch die folgenden 20cm haben nicht gerade eine besonders gute Bindung zur Grundschicht. In dieser Exposition ist es zu gefährlich. Lieber fahren wir einige Meter weiter und versuchen unser Glück an der gegenüberliegenden Rinne mit südlicher Ausrichtung. Das Schneeprofil dort spricht eine gänzlich andere Sprache. Hier haben wir zwar weniger Tiefschnee, dafür dürfte aber nichts schief gehen. Rund vierzig Minuten später stehen wir oben an der Ridge. Die Vorfreude auf diesen langersehnten Run steigt. Mit zwei Short Turns umfahre ich den Felsblock inmitten des Steilabschnitts, ziehe mit zwei mittleren Radien in das Hauptcouloir und lass es schließlich nahe der Falllinie laufen. Wow, der Schnee ist viel besser als wir es beim Aufstieg angenommen hätten. Echter Spring-Powder im April, klasse!

Da eine Wolkenfront hereinzieht, nehmen wir uns Zeit für eine gemütliche Mittagspause. Bei einem Trentiner Apfelstrudel und einer herrlich dickflüssig puddingartigen heißen Schokolade sind die Kraftreserven schnell wieder aufgefüllt. Magnifico! Dank WLAN lesen wir uns im Internet kurz die Optionen für den Nachmittag durch. Klettergurt und Seil, mit denen sich eine ganze Reihe weiterer Runs erreichen ließen, wollen wir nun nicht extra aus dem Auto holen. Unsere Wahl fällt auf das Diavolo Couloir, das uns auf der gestrigen Anreise bereits ins Auge gestochen war. Anhand eines Fotos finden wir heraus, wo der Einstieg in das Couloir sein muss. Nach einigen kleineren Hängen sind 100 Höhenmeter Gegenanstieg in die markant v-förmige Felslücke angesagt. Was bei entsprechender Schneelage ein Selbstläufer wäre, bedarf auf den schneefreien Südhängen doch einiger Konzentration. Nicht gefährlich, doch aber etwas unangenehm ist der steile Aufstieg über rutschiges Grasgelände.

Als auch Markus in der Felslücke steht, blicken wir auf der Frontseite hinunter auf Passo Tonale. Die Bergwacht-Gruppe muss eine Stunde vor uns hier gewesen sein und scheint im unteren Teil noch Bergungstechniken zu trainieren. Einzeln fahren wir in die Rinne ein und genießen den letzten Run des Tages. Bei guten Bedingungen wäre das Diavolo Couloir ein echter Hit. Als wir auch die zweite Steilstelle geschafft haben, suchen wir uns mal auf Ski, mal zu Fuß einen Weg über das Hochplateau zum Parkplatz. Die Mission fürs nächste Jahr steht fest: einmal hierher kommen, wenn Schneedecke und Neuschnee stimmen und die Adamello Gruppe nochmal richtig kennenlernen. Zurück in Ponte de Legno überprüfen wir bei einem Gelato die Wettervorhersage. Sie hat sich nicht geändert. Für morgen verspricht das Engadin die besten Bedingungen. Im Grunde nur ein Steinwurf von hier entfernt. Schnell buchen wir ein Hotel in Tirano, der italienischen Grenzstadt zu Fuße des Bernina Passes springen ins Auto und verspeisen auf dem Weg noch die obligatorische Pizza.

Piz Palü, Diavolezza oder Corvatsch ist die Frage als sich in der Früh unser Auto die Passstraße hinaufquält. Bei 70cm Neuschnee über Nacht fällt Piz Palü flach. Wir entscheiden uns für den Corvatsch, nicht zuletzt, da das dortige Panorama an solch einem Bilderbuchtag wie gemacht ist für echte Powdershots.

Wie erwartet, sind wir nicht die Einzigen, die es an diesem Morgen auf die Hänge oberhalb Silvaplanas zieht. Auf direktem Wege fahren wir zur Bergstation. Bei normalen Bedingungen sind die Möglichkeiten am Corvatsch schier grenzenlos. Ob das sagenumwobene North Face, der Corvatschgipfel, das West-Couloir oder die endlose Abfahrt durch das Rosegtal nach Pontresina, wer einen dieser Runs bei Tiefschnee erleben darf, wird für lange Zeit ein Lächeln auf dem Gesicht behalten.

Noch hängen die letzten Wolken über den Königen des Engadins. Zögerlich geben sie die Sicht auf Piz Roseg und Biancograt frei. Wir schießen einige Fotos und machen uns fertig für die erste Abfahrt. Einige Schwünge zum warm werden auf der Piste und schon geht es hinein ins Vergnügen. Tatsächlich ist der Neuschnee so tief, dass im flacheren Gelände an ein Vorankommen nicht zu denken ist. Erst im zweiten Hang können wir Speed aufnehmen. Powder bis zur Hüfte und das im Ende April. Wahnsinn.

Angesichts der Schneemengen ist an die klassischen Runs nicht zu denken. Mit Stufe 4 ist die Lawinengefahr eher noch positiv ausgedrückt. Heute ist wirklich Vorsicht angesagt. Entsprechend intensiv lassen wir unsere Blicke schweifen, in welche Hänge wir hineinfahren wollen. Vor allem die kurzen Hänge um die Fuorcla Surlej wirken sicher. Mit drei, vier Schwüngen schiesse ich auf das Cliff zu und segel durch die Luft. Kaum zu merken ist die Landung, so weich ist der Schnee.

Bei Auffahrt Nummer drei blicken wir wieder aus der Gondel über die Hänge. Geräuschlos aber mit voller Wucht reißt einer der zentral gelegenen Hänge ab. Was für ein Glück, dass dort kein Skifahrer erwischt wurde. Vor zwei Minuten waren dort noch 2 Rider hineingefahren. Nach einer kurzen Mittagspause wechseln wir auf die Hänge unterhalb der Mittelstation. Da sich fast alle am heutigen Tage auf die obere Sektion konzentrieren, sind hier noch viele Hänge nahezu unverspurt. Ein ums andere Mal zücken wir die Kamera und lassen es klicken. Staubender Puderzucker und die Seen wie langgezogene Fjorde im Hintergrund, was könnte es Schöneres geben.

Mit etwas Glück erreichen wir noch die letzte Gondel des Tages. Vorsichtig werfen wir einen Blick in das Westcouloir, ob es im Laufe des Tages vielleicht bereits befahren wurde. Selten wird man es vorfinden, dass sich an einem solchen Prachttag niemand in das Couloir hinein wagt. Besser so. Auch wir wollen das Glück nicht heraus fordern und nehmen stattdessen eine letzte Route durch die einfach zugänglichen Hänge des Corvatsch. Bei einem Abschlussbier lassen wir uns auf der Terrasse an der Mittelstation in die Sessel fallen. Nun hatten wir zwar keine Tauerndurchquerung, dafür aber die Vielfalt von drei Freride-Revieren in drei Ländern in vier Tagen. Ein Tourendorado, ein Couloir-Paradies und ein Blue-Bird Powder Day. Es lebe ein Spring Trip im April.

 

 

Reiseinfos

Für den Roadtrip mit den Stationen Gletscherwelt Weißsee, Passo Tonale und Corvatsch ist es fast unumgänglich, ein Auto zu verwenden. Während die Gletscherwelt oberhalb des Pinzgauer Örtchens Uttendorf liegt, bildet der Passo Tonale in Italien den Übergang von Trentino zur Lombardei. Von dort sind es nochmals rund drei Stunden im die Corvatschbahn im Graubündner Ort Silvaplana zu erreichen.

 

Ski & Spass

Gletscherwelt Weißsee:
Mit 23 Kilometern ist das Pistenangebot der Gletscherwelt überschaubar. Freerider können hingegen auch Tage nach dem letzten Schneefall echte Traumhänge finden. Und wer die Rudolfshütte als Ausgangspunkt für Skitouren in die Hohen Tauern nimmt, wird Schwierigkeiten haben, sich bei der Vielzahl an Optionen überhaupt zu entscheiden.  Hochfürlegg, Stubacher Sonnblick, Granatspitze und Hocheiser sind nur ein kleiner Auschnitt möglicher Gipfelziele.

Passo Tonale:

28 Lifte und rund 100 Kilometer Piste zieren auf einer Höhe von 1800 bis 3000 Metern die Hänge rechts und links des Tonale Passes. Während oben auf Plateau des Presena Gletschers viele Rennläufer und Nationalteams ihr Kanten in den Schnee bohren, bilden die Couloirs und das Backcountry ein wahres Freeride Eldorado. Hierbei lassen sich auf der Abfahrt von der Bergstation bis nach Ponte die Legno 1800 Höhenmeter sowohl im Powder als auch auf der Piste zurücklegen. In jedem Fall ist es empfehlenswert, Abseilausrüstung mit dabei zu haben. Nochmal eine Spur alpiner wird es auf dem Weg zum Adamello Gipfel. Die imposanten Gipfel der Adamello Gruppe bilden die südlichsten 3000er der Ostalpen.

Corvatsch:

Der König des Engadins gehört mit seinem von 1797 bis 3303 Meter reichendem Skigebiet zu den fünf höchsten Skirevieren der Schweiz. Ob Familien, Freerider, Tourengeher und Promis, der Corvatsch hat für jeden etwas zu bieten. 14 Liftanlagen ermöglichen den Zugang zu 120 Kilometern Piste. North Face und Westcouloir lassen sich auch ohne intensive Ortskenntnisse gut erkunden. Für weitergehende Runs sollte man die notwendige Erfahrung mitbringen oder sich einem Guide anschließen.

 

Highlights
Neben unvergesslichen Gipfelmomenten ist die Rudolfhütte schon ein Highlight für sich. In Schwimmbad, Fitnessraum, Sauna oder Kletterhalle wird es einem auch an einem Schlechtwettertag garantiert nicht langweilig.

Am Passo Tonale sind die zahlreichen Backcountry Abfahrten hinunter nach Ponte die Legno Highlights für sich. Besonders attraktiv ist die Kombination eines Freeride Tages rund um den Passo und einem Skitourentag zum Adamello Gipfel. Nach endlosen Powderruns am ersten Tag warten eine einmalige Atmosphäre und erstklassiges Essen im Rifugio Mandrone, ehe man früh morgens zum Gipfel aufbricht.

Highlights am Corvatsch

Absolutes Highlight ist die 45 minütige Besteigung des Corvatsch Gipfels. Nachdem man das einzigartige Panorama mit den langgezogenen Seen, den wilden Gletschern und dem wunderschönen Biancograt in sich aufgesogen hat, wartet mit dem Gipfelcouloir eine der schönsten Abfahrten im gesamten Engadin.

Essen

Gletscherwelt
Die Rudolfshütte bietet sowohl Halbpension als auch einen Mittagssnack an. Hierüber sollte man sich bei der Zimmerreservierung informieren.

On the Road
Wer auf dem Weg nach Italien direkt an der Grenze Pizza und Pasta essen möchte, sollte in Brenner Ort Stopp machen. In der Pizzeria – Spaghetteria Da Andrea fühlt man sich direkt in Bella Italia angekommen.

In Tirano serviert die Pizzeria Bernina weit mehr als nur die italienische Lieblingsspeise. Besonders zu empfehlen ist die gemischte Fischplatte.

 

Schlafen und Wohlfühlen

Gletscherwelt
In der Gletscherwelt sollte man unbedingt in der Rudolfshütte übernachten. www.alpinzentrum-rudolfshuette.at

Adamello
Wer das italienische Flair von Ponto di Legno der Skistation Passo Tonale vorzieht, dem sei das Albergo Al Maniero ans Herz gelegt. Es dürfte eine echte Herausforderung sein, ein besseres Prei-Leistungsverhältnis heraus zu holen.

Tirano
Frühaufsteher, die das italienische Dolce far Niente lieben, können auf dem Weg von Tonale ins Engadin in der lombardischen Kleinstadt Tirano Halt machen. Das Hotel Bernina bietet gute Zimmer, ein für italienische Verhältnisse spitzen Frühstücksbuffet und für hervorragendes Abendessen muss man nicht einmal das Haus verlassen.

Skipasspreise:

Gletscherwelt:
1 Bergfahrt: 16€
Berg- und Talfahrt: 22€
Tagesskipass: 35€

 

Adamello Ski:

Tagesskipass: 41€
6 Tage: 206€

Engadin:
1 Tag: 89CHF
6 Tage: 376CHF
Tipp: Übernachtet man in einem der Partnerhotels, so kostet der Skipass 35CHF, buchbar über www.corvatsch.ch.
 

 

 

 

 

 

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